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Dr. F. Uebernickel
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http://www.efmd.behttp://www.aacsb.edu/




IIM-Modell



Die Grundlage des IIM-Modells bildet das aus der Industrie bekannte SCOR-Modell (Supply-Chain-Operations-Reference Model), mit Hilfe dessen die Primäraktivitäten des IT Dienstleisters gestaltet wurden. Es bietet optimale Voraussetzungen dafür, die Liefer- und Produktionsketten eines IT Dienstleisters entlang der Prozessschritte Source, Make und Deliver zu strukturieren. Darauf aufbauend setzen so genannte Unterstützungsaktivitäten auf. Diese umfassen das gesamte Aktivitätenportfolio zur Unterstützung der Produktion und Auslieferung.

Source-Prozess des Leistungsabnehmers

Der Sourcing-Prozess des Leistungsabnehmers umfasst alle zum Management der Lieferantenbeziehungen erforderlichen Aufgaben. Er bildet die Schnittstelle zum Leistungserbringer. Die vom Leistungsabnehmer eingekauften IT Produkte fließen in den Make-Prozess des Leistungsabnehmers ein, entweder in Form einer Unterstützung seiner Geschäftsprozesse oder als prozessneutrale Produkte wie Managed Desktops.

Deliver-Prozess des IT Dienstleisters

Dieser Prozess umfasst die für das Management der Kundenbeziehungen notwendigen Aufgaben. Er bildet die Schnittstelle zwischen der eigentlichen Leistungserstellung, die im Rahmen des Make-Prozesses erfolgt, und dem Source-Prozess des Leistungsabnehmers.

Make-Prozess des IT Dienstleisters

In diesem Hauptprozess sind alle Managementaufgaben der IT Leistungserstellung zusammengefasst. Im Kern handelt es sich dabei um das Portfolio-Management und das Produktionsmanagement. Von entscheidender Bedeutung ist eine integrierte Betrachtung der Leistungserstellung. Während heute in der IT Leistungserstellung Planungs- und Produktionsaufgaben meist bewusst getrennt sind, muss innerhalb des Make-Prozesses eine outputorientierte, gesamthafte Betrachtung im Vordergrund stehen.

Source-Prozess des IT Dienstleisters

Auch die Leistungserbringer verfügen über Lieferanten, von denen sie Produkte und Dienstleistungen einkaufen. Hierbei kann es sich beispielsweise um Hardware-, Software- oder Technologielieferanten handeln. Der Source-Prozess des Leistungserbringers übernimmt das Management der Lieferantenbeziehungen und umfaßt alle hierzu erforderlichen Aufgaben.

Unterstützungsaktivitäten des IT Dienstleisters

Die Unterstützungsaktivitäten des IT Dienstleister gewährleisten durch Bereitstellung von Leistungen den Betrieb der Supply-Chain (Source, Make, Deliver). Aufgrund der Produktionsorientierung des IIM-Modells sind beispielsweise die Softwareentwicklung und das Design / Redesign von IT Produkten als Unterstützungsaktivität zu sehen, die für die IT Produktion erforderliche „Maschinen-Elemente“ herstellt (Aktivität: Entwicklung). Ferner zählen Aktivitäten wie die Unternehmensleitung, Buchführung und Controlling, Qualitätsmanagement, Personalmanagement und der Einkauf von nicht zur Wertschöpfungskette gehörenden Produkten zu den Unterstützungsaktivitäten.

Das IIM-Modell existiert derzeit in drei Detaillierungsebenen. Insgesamt wurden circa 600 Aktivitäten identifiziert und für IT Dienstleister beschrieben. Darüber hinaus wurden Methoden aus der Industrie wie beispielsweise das Produkt-Engineering, Six Sigma, die Prozesskostenrechnung oder Konzepte zur Planung übertragen.

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