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Controlling



IT-Controlling

Das Forschungsgebiet IT-Controlling reicht historisch gesehen viele Jahrzehnte zurück und kann mit dem Aufkommen von Informationstechnologien im universitären Bereich sowie der Wirtschaft gleichgesetzt werden. So ist das IT-Controlling auch ein fester Bestandteil des neu entwickelten IIM-Modells und stellt eine Querschnittsaufgabe eines industrialisierten IT-Dienstleisters dar. Doch warum steht ein solange bearbeitetes Forschungsgebiet heutzutage weiterhin im Fokus unserer Forschungsbemühungen?

Vielfach kann in der Praxis beobachtet werden, dass kostenseitig IT-Abteilungen und Dienstleister immer noch als Black-Box wahrgenommen werden, welche signifikante Kosten ohne direkt erkennbaren Nutzen für die Bezieher dieser Leistungen verursachen. Damit verbunden ist meist die organisatorische Einbindung der IT-Abteilung als Kostenstelle im Unternehmen, weshalb meist wenig Anreize bestehen ein produkt- oder serviceorientiertes Angebot zu implementieren. Bei Untersuchungen von Unternehmen diverser Branchen war festzustellen, dass eine planungs- und steuerungsorientierte Kostenrechnung und -verrechnung zu den Fachabteilungen - den Kunden der IT - nicht existiert. So erhalten Fachabteilungen nicht selten innerbetriebliche Abrechnungen der IT-Abteilung, in der unaufgeschlüsselt IT-Kosten zusammenaddiert oder in Form von CPU-Sekunden, Speicherplatz oder Ähnlichem aufgelistet sind. Fachabteilungsleiter sind mit dieser Art von Informationen zusehends überfordert. Die Aufschlüsselung der Kosten nach CPU-Sekunden, Mega-Byte oder Kilobit liefern der Fachabteilung keine Informationen darüber, wie sie ihre IT-Kosten beeinflussen können. Darüber hinaus ist eine Bewertung des Nutzens der eingesetzten Informationstechnologie innerhalb der Geschäftsprozesse signifikant erschwert, wenn nicht sogar unmöglich. Um den Kunden der IT-Abteilung relevante und aussagekräftige Steuerungs- und Einkaufsinformationen liefern zu können, müssen intern die Voraussetzungen dafür geschaffen werden. Ein Lösungsansatz zur Schaffung von Transparenz zwischen Fachabteilung und IT-Abteilung / IT-Dienstleister ist die Einführung und Umsetzung einer konsequenten IT-Produktorientierung des IT-Dienstleisters wie ihn viele Wissenschaftler und Praktiker vorschlagen. IT-Produktkataloge dienen dabei als Gesprächsgrundlage zwischen Dienstleister und Kunden der IT. Erste Tendenzen zur Einführung von IT-Produktkatalogen sind in Theorie  und Praxis, insbesondere durch die Einführung von ITIL-Prozessen, bereits zu sehen. Dennoch fehlt bisher die Unterstützung solcher Kataloge durch eine produktorientierte Stückkostenkalkulation und Kostenzeitrechnung.

Das CC IIM arbeitet bereits seit 2002 an den Fragestellungen, wie ein industrialisierter und kundenorientierter IT-Dienstleister seine Fachbereiche (Produktion, Entwicklung, Vertrieb, Einkauf etc.) durch Controllinginstrumente unterstützen kann. Ergebnisse unserer Forschungskooperation mit namhaften Praxispartner sind:

Entwicklung einer integrierten Entscheidungsmatrix

Die integrierte Kalkulation der Herstellkosten des IT-Leistungsangebotes ist zentrale Voraussetzung für die wirtschaftliche Steuerung des IT-Leistungserbringers. Diese Kalkulation betrachtet die Herstellkosten von Entwicklung und Produktion nicht getrennt, sondern berücksichtigt ihre wechselseitigen Abhängigkeiten. Die integrierte Sicht schafft die notwendige Transparenz für das Management des Angebotsportfolios.

Aufbau einer prozessbasierten IT-Produktkalkulation

Im Rahmen der letzten Forschungstätigkeiten wurde eine IT-Produktkalkulation auf Basis der Prozesskostenrechnung aufgebaut. Mit Hilfe dieser Verrechnungslogik können IT-Dienstleister befähigt werden Outputeinheiten der IT-Leistungserbringung zu kalkulieren und darauf aufbauend Kundenpreise zu bestimmen.

Unsere Arbeiten fokussieren dabei auf folgende Bereiche:

  • Produktionsfaktoren und Betriebsdatenerfassung
  • Tätigkeiten der IT-Produktion sowie Managementtätigkeiten
  • Output der IT-Fertigung
  • Absatzeinheiten des IT-Dienstleisters
  • Bestimmung von Kapazitätskosten
  • Qualitätskosten der IT

 

 

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Partner
Design Thinking @ HSG